Testierfähigkeit: Der Hausarzt als Beweismittel und die ärztliche Schweigepflicht

 

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby

 

Der Hausarzt verfügt nicht über die Sachkunde, um die Testierfähigkeit zu bejahen oder zu verneinen. Dafür ist ein nervenärztliches oder psychiatriches Sachverständigengutachten erforderlich.

Allerdings ist der Hausarzt ein wichtiges Beweismittel, da er ja als Fachmann mit dem Erblasser Kontakt hatte. Er ist deshalb „sachverständiger Zeuge“. Der Aussage des Hausarztes kommt somit eine besondere Bedeutung zu.

Allerdings unterliegt der Hausarzt der ärztlichen Schweigepflicht, die mit dem Tode seines Patienten nicht endet. Hat sich der Erblasser – wie regelmäßig – nicht dazu geäußert, ob der Hausarzt nach seinem Tod von der Schweigpflicht entbunden sein soll oder nicht, wird auf den vermuteten Willen des Erblassers abgestellt. Dieser „mutmaßliche Wille“ wird nach der Rechtsprechung dahin gehen, dass der Erblasser es gewünscht hätte, dass bestehende Zweifel an seiner Testierfähigkeit geklärt werden. Damit ist der Hausarzt von der Schweigepflicht entbunden.

 

Erbrechtkanzlei Ruby – Wir machen nur Erbrecht – Wir helfen Ihnen – Überall in Deutschland – Tel. 07721 / 9930505

Wichtig: Auch wenn sich auf unserer Homepage vieles für Sie einfach darstellen mag, fehlt auch dem intelligentesten Laien der Gesamtüberblick im Erbrecht. Oft werden schwierigste Punkte, die scheinbar im Vordergrund stehen, verstanden, grundlegende andere Probleme, die für den konkreten Fall wirklich entscheidend sind, aber gar nicht gesehen. Wir empfehlen Ihnen daher, unsere günstige Erstberatung von bis zu 1,5 Stunden in Anspruch zu nehmen. Die Erstberatung kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per Mail erfolgen. Sie kostet nur 190 Euro plus Mehrwertsteuer (eventuell noch Postgebührenpauschale, also im Ergebnis 226,10 oder 249,90 Euro). Sparen Sie nicht am falschen Ort. Oft müssen die Erben später viele Jahre prozessieren und Zigtausende an Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, nur weil der Erblasser die geringen Erstberatungskosten sparen wollte. Übrigens: Bei einer Erstberatung durch uns erhalten Sie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kostenlos.

Menü