Notwendige Streitgenossenschaft: Gleiches Urteil für alle Miterben

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist für Erbrecht.

Eine Streitgenossenschaft liegt vor, wenn in einem Gerichtsverfahren auf der Klägerseite oder Beklagtenseite mehrere Personen stehen. Bei der einfachen Streitgenossenschaft stehen die Streitgenossen als einzelne nebeneinander, so dass für oder gegen sie unterschiedliche Urteile ergehen können. Die Streitgenossenschaft ist eine notwendige, wenn die Gerichtsentscheidung gegenüber allen Streitgenossen nur einheitlich ausfallen kann.

Dies ist häufig bei Prozessen die von oder gegen Miterben geführt werden der Fall, nämlich dann, wenn das Urteil die gesamte Erbengemeinschaft betrifft und sie gegenüber einem Miterben nicht anders ausfallen kann, als gegenüber den anderen.

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