Bewertung des Nachlasses für den Pflichtteil

Gerhard Ruby - Portrait

Erklärt von Rechtsanwalt Gerhard Ruby, Spezialist Erbrecht.

Die Bewertung des Nachlasses hat große Bedeutung bei der Berechnung des Pflichtteils.

Für die Bewertung müssen zum einen die einzelnen Vermögenswerte erfasst und bewertet werden. Zum anderen sind dann die vom Erblasser hinterlassenen Schulden abzuziehen.

Bei der Bewertung der Nachlassgegenstände kommt es auf deren Verkehrswert an (Verkehrswert ist der wirkliche Wert, der bei einem Verkauf vom Käufer zu zahlen wäre).

Bei Wertpapieren ist das der Kurswert am Todestag des Erblassers.

Hatte der Erblasser Gesellschaftsanteile, ein Handelsgeschäft eine Firma oder eine Praxis, ist für die Bewertung maßgebend, was ein Außenstehender für die Anteile zahlen würde.

Bei Immobilien ist der auf dem freien Markt erzielbare Preis heranzuziehen.

Ist ein Mietshaus Teil des Nachlasses, wird nach dem Ertragswertverfahren auf die erzielten Mieten abgestellt.

Bei einem selbst genutzten Eigenheim ist nach dem Sachwertverfahren zu ermitteln, was es kosten würde dieses Haus heute zu bauen. Im Anschluss wird dann das Alter des Hauses wertmindernd berücksichtigt.

Der Wert eines unbebauten Grundstücks ist nach dem Bodenrichtwert zu ermitteln, der bei den Gutachterausschüssen der Gemeinde erfragt werden kann.

Vom Nachlass abzuziehen sind die Schulden des Erblassers (worunter auch Steuerschulden des Erblassers fallen, die zum Zeitpunkt des Erbfalls schon bestanden), die Zugewinnausgleichsforderung und der Voraus des überlebenden Ehegatten und sonstige mit dem Erbfall zusammenhängende Kosten wie Beerdigungs-, Nachlassverwaltungs- und Prozesskosten.

Nicht in Abzug zu bringen sind der Dreißigste, Vermächtnisse, Auflagen, und die Erbschaftssteuer des jeweils Erb- und Pflichtteilsberechtigten.

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